An mehr als zehn Infoständen können Hamburgerinnen und Hamburger am Samstag "Tschüss Vattenfall!" sagen und zu einem anderen Stromanbieter wechseln, um so gegen die geplante Wiederinbetriebnahme des AKW Krümmel zu protestieren. "Vattenfall will das Pannen-AKW Krümmel wieder einschalten. Hamburgerinnen und Hamburger können Vattenfall zeigen, dass sie keinen Hochrisiko-Reaktor vor ihrer Haustür dulden, indem sie keinen Vattenfall-Strom mehr kaufen", erklärte Kathrin Petz von der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt, die die Kampagne organisiert. "Am Stromwechseltag ist es besonders einfach, sich über Vattenfall, Krümmel und den Stromanbieterwechsel zu informieren und gleich zu wechseln."
Zum Stromwechseltag am Samstag haben verschiedene Gruppen Infostände quer durch die Stadt organisiert. An den Ständen gibt es Infomaterial zur Wechselkampagne und Verträge der empfohlenen Hamburger Ökostrom-Anbieter. An einigen Ständen läuft eine Fotoaktion: Wer sich für den Wechsel entschieden hat, kann sich mit einer Sprechblase mit der Aufschrift "Ich habe gewechselt!" oder dem persönlichen Wechselgrund fotografieren lassen, die Bilder erscheinen dann im Internet.
Die Kampagne hat das Ziel, die von Vattenfall für das zweite Halbjahr 2011 angekündigte Wiederinbetriebnahme des AKW Krümmel zu verhindern. Der Uraltmeiler Krümmel zählt zu den störanfälligsten der Republik und stand seit einem Brand und mehreren Notabschaltungen im Sommer 2007 still. Unter www.tschuess-vattenfall.de werden Tipps zum Stromwechsel und Informationen über das AKW Krümmel gegeben. In mehr als 60 Läden und Cafés stehen Wechselboxen mit Infomaterial. Im Januar lief in Hamburger Kinos ein "Tschüss Vattenfall!"-Spot, die Aufforderung prangte auch auf 65 Großplakatwänden.
Die Kampagne "Tschüss Vattenfall!" war das erste Mal im Jahr 2007 angelaufen. Damals hatte Vattenfall in Hamburg mehr als 100.000 Kunden verloren.Weitere Informationen:
www.tschuess-vattenfall.de
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