Zur Kampagnengeschichte: "Tschüss Vattenfall!" reloaded
Bereits nach dem ersten großen Trafobrand in Krümmel wurde die Kampagne "Tschüss Vattenfall – Hamburg steigt um" entwickelt. Schon damals prägte die Sprechblase „Tschüss Vattenfall“ auf Aufklebern und auf Plakaten das Stadtbild. Mit viel ehrenamtlichem Engagement wurde in der Osterstraße in Hamburg-Eimsbüttel ein Kampagnenbüro mit Wechselstube eröffnet und bis zum Sommer betrieben. Mehr als 200.000 Kunden wechselten bis zum Jahresende 2007 nach Angaben von Vattenfall den Stromanbieter. Die Kampagne "Tschüss Vattenfall – Hamburg steigt um" hat daran sicher einen nicht unbedeutenden Anteil gehabt und die Wechselstimmung in Hamburg verstärkt.
Die Kampagnen-StarterInnen hatten 2007 ihr Selbstverständnis so erklärt:
Wir sagen „Tschüss Vattenfall!“ und führen eine intensive Kampagne gegen den Strommonopolisten in unserer Hansestadt.
Unser Ziel ist, Druck auf Vattenfall auszuüben, um die Energiepolitik nachhaltig zu verändern. Wir fordern:
- Keine längeren Laufzeiten, sondern die sofortige Stilllegung der Atomkraftwerke Krümmel und Brunsbüttel!
- Den sofortigen Stopp der Planung des Kohlekraftwerkes in Hamburg Moorburg!
- Ausbau und gezielte Förderung von Erneuerbaren Energien.
Solange Vattenfall an seiner Energiepolitik festhält und die eigenen Profite über die Interessen der Hamburger Bürger stellt, rufen wir zum Wechsel auf. Wir wollen in unserer Metropole ein Zeichen setzen. Zehntausende haben schon den Stromanbieter gewechselt - warum sollten nicht Hunderttausende folgen - nicht nur Privathaushalte, sondern auch Unternehmen, Organisationen und andere Großverbraucher?
Wir sind eine Gruppe von Aktiven aus dem Umweltschutzbereich und globalisierungskritischen Zusammenhängen. Auch wenn viele von uns in bekannten großen NGO’s (z.B. Robin Wood, X-tausendmal quer, .ausgestrahlt, BUND, Attac) mitarbeiten, verstehen wir uns ausdrücklich nicht als ein Bündnis bestimmter Organisationen. Wir sind zudem absolut überparteilich und frei jeglicher gewerblicher Interessen.
